Deutsch-Südwestafrika (heutiges Namibia) lag an der Westküste oberhalb von Südafrika. 1883 erwarb der Bremer Kaufmann Lüderitz die Bucht von Angra Pequenga (Lüderitzbucht) und schloß entsprechende Verträge mit den Einheimischen. Am 24.4.1884 stellte das Deutsche Reich diese Erwerbung unter ihren Schutz. Dies war die Geburtsstunde der deutschen Kolonialpolitik.
Mit 835.100 Quadratkilometern war DSW ungefähr 1,5 mal so groß wie das damalige Deutsche Reich und hatte ca. 200.000 Einwohner, davon ca. 2.500 Deutsche.
1915 wurde das Gebiet von Truppen der Südafrikanischen Union, welche mit England verbündet waren, erobert. Am 9.7.1915 musste deshalb DSW an die Südafrikanische Union abgegeben werden. Die Verwaltung der Kolonie übernahm das südafrikanische Militär.

