Dieses Schutzgebiet umfasste den nördlichen Teil der Insel Neuguinea, das Kaiser-Wilhelms-Land, den Bismarck-Archipel mit den Inseln Neu-Pommern, Neu-Hannover und Neu-Mecklenburg sowie die Admiralitätsinseln. Desweiteren gehörten die nördlichen Salomonen-Inseln Bougainville und Buka dazu.
Dieses Gebiet hatte ca. 600.000 Einwohner, davon ca. 400 Deutsche.
Deutsche Handelshäuser errichteten bereits in den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts zahlreiche Faktoreien in der Südsee. Allein die Hamburger Firma Godeffroy hatte seinerzeit mehr Schiffe in der Südsee im Einsatz als das Weltreich England.
Als im Jahre 1884 Bismarck die ersten afrikanischen Landerwerbungen unter deutschen Schutz nahm, gründete Adolf von Hansemann die "Neuguinea-Kompanie, welche das Ziel hatte, in der Südsee ein eigenes Staatswesen mit eingenem Hoheitsrecht unter deutschem Schutz zu erstellen. Als Leiter dieser Expedition konnte der Forscher Dr. Otto Finsch gewonnen werden, der am 17.11.1884 die deutsche Flagge hisste. Am 1.04.1899 gingen die Hoheitsrechte der Neuguinea-Kompanie auf das Deutsche Reich über. Die Gesellschaft erhielt als Gegenleistung 4 Millionen Mark und 50.000 ha Land übertragen.
Bereits zu Beginn des I. Weltkrieges wurden diese Gebiete von australischen und japanischen Truppen besetzt. Nach dem Kriege gingen dieses Gebiete in den Besitz des Völkerbundes über, der Verwaltungsmandate an Japan und Australien übertrug.
